I need that song, those trusty chords could pull me trough...
Ein Buch muß die Axt sein
für das gefrorene Meer in uns.
Franz Kafka
Die Buchfrage von LovelyBooks

„Der Palast des Poseidon“ von Thomas Thiemeyer

Im Meer zwischen den griechischen Inseln Thera und Therasia verschwinden in stürmischen Nächten immer wieder große Frachtschiffe. Augenzeugen berichten von einem Seemonster mit riesigen Fangarmen, das die Schiffe erst in die Irre führt und dann mit sich in die Tiefe reißt. Alles nur Geschichten angetrunkener Seemännern oder steckt etwas Wahres hinter diesen Schauergeschichten? Um das herauszufinden machen sich Carl Friedrich von Humboldt und seine Reisegruppe auf den Weg nach Griechenland und entdecken ungeheuerliches…

Im zweiten Band der Weltensucher Chroniken „Der Palast des Poseidon“ erzählt Thomas Thiemeyer wieder eine fantastische Geschichte um den jungen Oskar, Charlotte, Eliza, Humboldt und Wilma, die kleinen Kiwidame.

Nur einige Wochen nachdem die Gruppe aus Peru zurückgekehrt ist, steht auch schon das nächste Abenteuer an und es wird wieder sehr spannend, geheimnisvoll und einfach erstaunlich.

Thomas Thiemeyer schafft es auch in diesem zweiten Band wieder, den Leser zu fesseln und zu begeistern. Ein großes Abenteuer beginnt sobald man den Buchdeckel aufschlägt, denn es gibt keine lang(weilige) Einführung, sondern man findet sich sofort in einer spannenden und dramatischen Szenen wieder, die einen tollen Einstieg in die Geschichte bietet.

Auch die Atmosphäre stimmt von Anfang an. Man hört das Meer rauschen, den Wind heulen und meint zuspüren, wie die Wellen gegen das Schiff schlagen. Auch die Panik, Verwirrung und Verzweiflung der Seeleute werden so real als wäre man selbst auf dem, dem Untergang geweihten Schiff.

Und so verhält es sich auch die ganze Geschichte über. Während des Lesens konnte ich wieder nur staunen, wie der Autor Realität und Fantasie verschmelzen lässt. Die Perspektive, das Ende des 19. Jahrhunderts, war ebenfalls wieder eine schöner Effekt. Wenn man von dieser Zeit liest, stellt man sich die Abenteuer noch viel intensiver vor, denn sie sind richtige „Handarbeit“. Es gab kaum außer der Bathysphäre kaum spezielle Ausrüstung, so mussten sich die Abenteurer allen Gefahren selbst stellen, von denen es viele gab…

Eine wichtige Rolle spielen in dieser Geschichte die Abenteuer Jules Vernes. Genau wie die Weltensucher Chroniken verbanden sie schon Wissenschaft mit Abenteuer, immer wieder eine tolle Mischung.

Im Gegensatz zum ersten Teil „Die Stadt der Regnfresser“ empfand ich den „Palast des Poseidon“ teilweise etwas gruslig, denn zum Ende hin werden Dinge angesprochen und Fragen aufgeworfen, denen wir uns heute ganz aktuell stellen müssen…

Diese Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Fantasie und Realität, Abenteuer und Wissenschaft verbunden mit einem herrlichen Schreibstil, machen für mich den Reiz dieser fantastischen Chroniken aus.

Es gibt keine Geschichte, die denen der Weltsucher nahe kommt. Sie sind ein Juwel unter den vielen Büchern die es gibt, inhaltlich sowie äußerlich, denn sowohl Band eins als auch Band zwei sind wunderschön gestaltet. Der Schutzumschlag ist mit Prägungen und Illustrationen des Autors versehen.

„Der Palast des Poseidon: Chroniken der Weltensucher“ kann ich jedem ans Herz legen, der für einige Stunden in eine abenteuerliche, faszinierende und wunderschöne Welt abtauchen möchte. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

Vielen Dank an den Loewe Verlag , für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

479 Seiten

Loewe

„Der Palast des Poseidon“ auf amazon

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