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Ein Buch muß die Axt sein
für das gefrorene Meer in uns.
Franz Kafka
Die Buchfrage von LovelyBooks

„Grim – Das Siegel des Feuers“ von Gesa Schwartz

„Grim – Das Siegel des Feuers“ von Gesa Schwartz Jede Nacht erwachen sie, die Gargoyles. Doch kein Mensch ahnt etwas davon, denn der Zauber des Vergessens trennt die Anderwelt und die Welt der Menschen voneinander. Doch einige wenige Menschen können die Wesen der Anderwelt sehen und besitzen magische Fähigkeiten, wie zum Beispiel Jakob. Als ein Päckchen in seinen Besitz kommt und er es seiner Schwester Mia anvertraut, ahnt diese noch nicht, dass dies der Beginn eines großen Abenteuers ist, das beide Welten völlig verändern könnte...

Gesa Schwartz erzählt in ihrem Debütroman „Grim – Das Siegel des Feuers“, die Geschichte von Mia, einer Hartidin und dem Gargoyle Grim, die gemeinsam versuchen die Welt der Menschen und die Anderwelt zu retten.

Die Autorin erschafft in ihrem knapp 700 Seiten langen Buch eine Welt voller Magie, fantastischer Wesen und Gefahr, die parallel zu der unsrigen existiert, ganz unbemerkt von den meisten Menschen. Sie schafft es, den Leser in diese Welt zu entführen und sowohl zu begeistern, als auch zu schockieren. So ist die Geschichte manchmal brutal und blutig, weshalb ich sie Lesern ab 16 Jahren empfehlen würde, doch meistens spannend, bezaubernd, romantisch, traurig und einfach magisch. Das ganze Spektrum der Gefühle wird abgedeckt, was den Roman ungemein mitreißend macht.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Grim, wie der Titel bereits verrät. Er ist ein Gargoyle, ein steinerner Engel, ein Wesen der Nacht, das tagsüber versteinert auf den Dächern und Zinnen über Paris wacht. Mit den Gargoyles lernt man ganz neue Wesen im Fantasygenre kennen, die jeder vom sehen her kennt. Die Idee fand ich toll, einmal andere Gestalten als die oft beschriebenen Vampire oder Werwölfe kennen zu lernen, dazu mit solch einer spannenden und interessanten Geschichte.

Mia und Grim werden sehr authentisch dargestellt. Sie haben ihre Schwächen und Stärken und lernen diese während der Geschichte auch kennen, besonders durch Remis, einen äußerst sympathischen und lustigen Moorkobold. Man kann sich gut mit den beiden identifizieren und sie wachsen einem während des Lesens schnell ans Herz.

Bei vielen Büchern ahnt man, wie sich die Geschichte entwickeln wird, nicht so bei „Grim“. Sie nimmt immer wieder unerwartete Wendungen und oft fragte ich mich, wie es überhaupt weiter gehen kann. So wird der Leser immer wieder überrascht, ohne dass die Geschichte konstruiert klingt. Es werden winzige Hinweise gestreut, die am Ende ein stimmiges Bild ergeben, ohne dass zwischendurch zu viel verraten wird. So bleibt die Geschichte von Anfang bis Ende rasant, überraschend und nervenaufreibend.

Die Autorin schreibt zu dem herrlich flüssig. Die Geschichte liest sich sehr angenehm und so verfliegen die Stunden und Seiten während des Lesens einfach.

„Grim“ ist ein Buch, das süchtig macht, ich konnte es kaum aus der Hand legen, denn die Geschichte ist so herrlich fantasievoll geschrieben, dass es wie Kino war, nur eben im Kopf, besser noch, denn man erlebt die Gefühle so hautnah mit, dass man wirklich im Buch versinkt. Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen und warte ganz sehnsüchtig auf mehr von Mia und Grim!

Vielen herzlichen Dank an den Egmont Lyx Verlag, für das Rezensionsexemplar!

688 Seiten

Egmont Lyx

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